Duo Favori

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“Die grosse Menge wird mich nie begreifen, die Pfeifen.” (Robert Gernhard)
Sprecher: Mark Oliver Bögel

Ein musikalisch-literarischer Streifzug durch die Untiefen des neuen deutschen Humors mit Texten von Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, Harry Rowohlt und anderen. Gitarrenmusik von Domenicon, Satie, Brouwer, Kratochwil.

Auch wenn er dichtete: „Die große Menge wird mich nie begreifen, die Pfeifen“, so ist er doch laut Bücherjournal „Deutschlands derzeit wohl meist zitierter Dichter neben Goethe. Nur eben viel komischer.“Und so manche kennen seine kurzen, pointierten Wort-Witze, ohne zu wissen, dass sie von ihm stammen: Viele Otto-Gags hat nämlich Robert Gernhardt geschrieben. Er selber sieht sich als Dichter in der Tradition von Wilhelm Busch, was seine große Neigung zum Reim deutlich belegt, ja er behauptet sogar, dass er unter einem gewissen „Reimzwang“ stehe. Obwohl er mitunter selbst an seiner Dichtkunst zweifelt: „Ich leide an Versagensangst, besonders wenn ich dichte/ Die Angst, die machte mir bereits/ so manchen Reim zuschanden.“

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Robert Gernhardt

Nun scheint es, dass die „große Menge“ ihn inzwischen durchaus begriffen hat, was nicht nur durch seine langjährige Mitarbeit bei der Satirezeitschrift Titanic beschleunigt wurde, sondern  auch durch seine umfangreichen Gedicht- und Prosaveröffentlichungen.

Ja, selbst die konservative FAZ erwies ihm ihre Reverenz, indem sie schrieb: „Wir können Goethes, Schillers und Klopstocks Hinscheiden durchaus verschmerzen, solange uns nicht Robert Gernhardt genommen wird.“

Keine Angst, er wird Ihnen nicht genommen, denn Mark Oliver Bögel stellt ihn vor - u.a. mit einer Vielzahl seiner Gedichte und einigen seiner Erzählungen.

Den musikalischen Kontrapunkt setzt dazu das Duo Favori mit ausgewählter Gitarrenmusik von Leo Brouwer, Erik Satie, Claude Debussy oder Heinz Kratochwil, die wie Gernhardts Texte oft von einem ironischen Umgang mit Form und Material geprägt sind. Die Beziehung zwischen Text und Musik wird dabei bewusst auf unterschiedliche Weise gesetzt: mal kommentiert die Musik den Text, mal bilden beide Reibungspunkte. Oder sie verschmelzen – wie bei den Stücken von Erik Satie – zu einer Einheit.